Pressefoto Bayern 2025 – ein Zeichen für den Fotojournalismus. Verleihung im Bayerischen Landtag.
Pressefotografie mit dem Rücken an der Wand
Ein Kampfflugzeug Israels, das über den Iran abgeschossen wird – ein Bild, das millionenfach geteilt und geliket wurde – und weitere ähnliche Beispiele brachte der stellvertretende Landtagspräsident in seiner Eröffnungsrede anschaulich in Worte.
Das Publikum hing gespannt an seinen Lippen, viele fragten sich sicherlich, ob dies die Beschreibung der Siegerbilder des Pressefoto Bayern Wettbewerbs sei.
Doch dann ließ er die Bombe platzen: Das sind alles Fake-Bilder, die von KI generiert wurden und niemals real sind, aber millionenfach in den sozialen Medien geteilt und gepostet wurden.
Das ist der Unterschied zu den wirklichen, realen Bildern, die Journalist*innen und Fotograf*innen tagtäglich generieren: Sie zeigen, was wirklich, wo und wie passiert.
Und ja, er hat recht: Den Fotojournalist*innen sind die Augen der Demokratie. Sie sehen und halten den Moment des Geschehens fest und dokumentieren das Reale.
Fotojournalismus ist also nicht nur das Fertigen von Fotos, sondern von Zeitdokumenten. Fotograf*innen stehen jedoch unter enormem Druck, sie kämpfen um ihre Existenz, denn viele Institutionen nutzen allzu gerne gratis und ungeprüftes Material für ihre Berichterstattung.
Als Harald Stocker, der Vorsitzende des Journalistenverbandes, auf der Bühne steht und seine Worte zur Neugestaltung des Pressefoto-Bayern-Wettbewerbs erklärt, trifft er in seiner Begrüßungsrede eine richtungsweisende Aussage zum Wettbewerb: Unser Fachgruppenvorsitzender der Fachgruppe Bild, Ferdinand Dörfler-Farthofer, sagte immer wieder, unser Wettbewerb müsse nicht „schöne Fotos Bayern” heißen, sondern „Pressefotos”, und diese müssten nicht schön sein, sondern die Realität wiedergeben, das, was tagtäglich die Kolleg*innen draußen bei den Menschen produzieren.
So fand eine grundlegende Aussage einen würdigen Abschluss in der Verleihung des Pressefotos. Es bedeutet nicht nur, die schönen Seiten des Lebens wiederzugeben, sondern auch, den Fokus auf den entscheidenden Punkt des Geschehens zu legen.
Ilse Aigner, Landtagspräsidentin des Bayerischen Landtages und Schirmherrin des Pressefoto-Bayern-Wettbewerbs, ist aus terminlichen Gründen nicht bei der Eröffnung der Veranstaltung vor Ort, erscheint jedoch zur Verleihung des Hauptpreises als Überraschungsgast und ist begeistert von den Arbeiten, die ja nur einen kleinen Querschnitt der eingereichten Bilder und somit der Arbeit der Journalist*innen widerspiegeln.
Eine durchaus sehr gelungene und erfolgreiche Neuausrichtung des Wettbewerbs und ein extrem interessanter Querschnitt der Arbeit der Pressefotograf:innen in Bayern.
Impressionen der Feierlichkeit, bei der die sonst Hinter-der-Kamera-Stehenden im Fokus stehen, gibt es hier umfangreich auf AKTIVNEWS.
Bericht: AKTIVNEWS_DE_01_001
Fotos: AKTIVNEWS_DE_01_001
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