Tausende Pflegekräfte aus ganz Salzburg und der Umgebung setzten ein mächtiges Zeichen.
Salzburg
Es war wie ein Paukenschlag, als vor wenigen Wochen die stellvertretende Landeshauptfrau und auch die Landeshauptfrau mitteilten, dass es für die Pflegekräfte in Salzburg den Pflegebonus nicht mehr geben wird.
Zu Zeiten von Corona, als das System völlig überlastet war, standen Menschen, darunter auch Politiker, auf den Balkonen und applaudierten den Pflegekräften, da sie systemrelevant waren. Diese zusätzliche Entlohnung wurde eingeführt, um die Pflege attraktiver zu machen.
Man hatte bemerkt, dass Pflegekräfte im Vergleich zu anderen Berufsgruppen extrem schlecht bezahlt werden.
Die Corona-Leugner und Pandemie-Verleugner, darunter gerade die FPÖ, die noch heute Märchen verbreitet, dass Corona nicht existiert, und Verschwörungstheorien verbreitet, sind nun jene, die diesen Pflegebonus einfach plattmachen und den Pflegekräften vorenthalten möchten.
Dass Österreich unter einer von Kurz und anderen Politikern wie Haslauer betriebenen völlig misslungenen Wirtschaftspolitik leidet, die nun zusammenzubrechen droht, ist kein Geheimnis. Immer wieder wurden Prestigeprojekte angeschoben und gestartet, was gerade auch der Arbeiterkammerpräsident bei seiner Rede auf der Abschlusskundgebung anmerkte.
Doch ist Österreich wirklich so am Ende, wie viele sagen, oder hat Österreich eher ein Problem, dass falsche Politiker*innen an der Macht sind, die nur auf ihren Eigennutz zielen und denen die Bevölkerung egal ist? Nicht umsonst hat die KPÖ bei den letzten Wahlen einen Achtungserfolg eingefahren und auch der Vize-Bürgermeister Kraibich wurde und wird von vielen auf der Demo stark kritisiert.
Ja, dieser Mann, der lange Jahre beim Roten Kreuz Zugskommandant war, als Anwalt tätig ist und seit einigen Jahren Vize-Bürgermeister der Stadt Salzburg ist, sei, so einige Demonstranten, die nicht wenig über die Salzburger Stadtpolitik schimpften, ein völliger Fehlgriff.
Österreich muss sparen, und das Bundesland Salzburg auch. So will man an das Geld der Pflegekräfte, die eine wichtige Säule im System sind. Viele vermuten, dass dann die Polizisten, die Stadt- und Landesbediensteten als Nächstes dran sind. Gleichzeitig schaufeln sich die Politiker dicke Gehaltserhöhungen in die eigene Tasche.
Doch auch so mancher äußerte sich ein wenig nachdenklich und kritisch, denn dieser sagte: „Hier sind jetzt 5 bis 8 Tausend Pflegekräfte, sie spiegeln einen Querschnitt der Bevölkerung wider, und viele, die heute hier sind und sich beschweren und schimpfen, haben diese Politiker erst gewählt, sind der FPÖ und der ÖVP in Scharen gefolgt.”
Ja, sie bekommen nun, was sie gewählt haben. Ja, sie sind entsprechend selber schuld, weil sie Populismus folgen.
Die beiden mächtigen Demozüge zogen sich einerseits von der Arbeiterkammer über die Schwarzstraße und die Staatsbrücke bis zum Nonntal, wobei sich der zweite Zug vom Landeskrankenhaus über den Müllnerhügel an der Staatsbrücke vereinigte.
Laut Polizei und Drohnenauswertungen sollen es rund 5.000 Demonstrant*innen gewesen sein, laut Veranstalter bis zu 8.000. Somit war es die größte Demo von Pflegekräften, die jemals im Bundesland Salzburg stattgefunden hat.
Mit klaren Forderungen und extrem laut wurde die Politik aufgefordert, den Pflegebonus an die Pflegekräfte zu zahlen.
Seitens der Politik zeigte sich jedoch niemand auf der Demo. Weder die Landeshauptfrau noch die Landeshauptfrau-Stellvertreterin oder der Vizebürgermeister noch der neue Landesrat für Gesundheit, Wolfgang Fürweger, erschienen oder waren zumindest nicht zu sehen. Dabei war er doch noch vor einigen Monaten auch Kollege vieler derer, die heute demonstrierten.
So wurde klar, dass die Politik einen mächtigen Gegner hat, der sich klar gegen ihren Populismus und ihre Art, mit den Pflegekräften umzugehen, positioniert.
Hier bei AKTIVNEWS finden Sie Impressionen dieses besonderen Ereignisses, das Salzburg so noch nie gesehen hat.
Bericht: AKTIVNEWS_DE_01_001
Fotos: AKTIVNEWS_DE_01_001 & DE_02_002
Video: DE_01_001
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